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Unbekannte Verwandte finden mit DNA-Test: So gehen Sie Schritt für Schritt vor

vor 4 Tagen
9 Min. Lesezeit

Einen unbekannten Elternteil oder Verwandten aufzuspüren, braucht Zeit, Methode und oft mehrere Arten der Recherche. Seit DNA-Tests für jeden erhältlich sind, ist die Genetik zu einem wichtigen Werkzeug geworden: in der Ahnenforschung, bei der Suche nach Angehörigen und bei der Bestätigung einer biologischen Verbindung.


Unbekannte Verwandte finden mit DNA-Test

Ein DNA-Test ersetzt Archive, Zeitzeugen und Familienunterlagen allerdings nicht. Er ergänzt eine Recherche, die schon läuft, oder zeigt eine neue Spur auf, wenn die vorhandenen Informationen nicht ausreichen.


Dieser Ratgeber zeigt die drei wichtigsten Schritte: klassische Ahnenforschung, genetische Genealogie und Verwandtschaftstest. Sie erfahren außerdem, wie Sie die Ergebnisse lesen, den passenden Test auswählen und wann in Deutschland ein gerichtsverwertbarer Test nötig wird.


Schritt 1: Mit der klassischen Ahnenforschung beginnen


Bevor Sie einen DNA-Test machen, lohnt sich meist eine klassische genealogische Recherche. Sie stützt sich auf Archive, amtliche Dokumente und Familienwissen, um die Vorfahren oder Nachkommen einer Person über eine oder mehrere Generationen nachzuzeichnen.


Ziel ist es, Hinweise zu finden, die eine Beziehung zwischen Familienmitgliedern erklären, dokumentieren oder belegen können.


Welche Unterlagen helfen weiter?


Für diesen ersten Schritt kommen mehrere Quellen infrage:

  • Personenstandsregister und Urkunden (Geburts-, Heirats- und Sterbeeinträge),

  • notarielle Urkunden, etwa Testamente oder Erbverträge,

  • Gerichtsakten,

  • Kirchenbücher mit Taufen, Trauungen und Sterbefällen,

  • schriftliche Familienunterlagen wie Briefe oder Stammbücher,

  • mündliche Überlieferungen und Aussagen von Zeitzeugen,

  • alle weiteren Dokumente, offizielle wie inoffizielle, die Licht in die Situation bringen.


Oft lassen sich so Verbindungen zwischen Personen herstellen. Außerdem tauchen Namen, Daten, Orte und Spuren auf, die Sie verfolgen können, bevor die DNA ins Spiel kommt.


In Deutschland gelten für die Personenstandsregister feste Fortführungsfristen: 110 Jahre bei Geburten, 80 Jahre bei Eheschließungen und 30 Jahre bei Sterbefällen. Danach gehen die Einträge an das zuständige Archiv und sind nach Archivrecht einsehbar. Davor ist der Zugang eingeschränkt: Auskunft erhalten vor allem nahe Angehörige, wer ein berechtigtes Interesse glaubhaft macht, etwa für die Familienforschung, kann unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls Einsicht bekommen.


Besonders ergiebig sind Kirchenbücher, die vielerorts bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Viele evangelische Bestände lassen sich über das kostenpflichtige Portal Archion einsehen, katholische Kirchenbücher einzelner Bistümer finden sich auf dem kostenlosen Portal Matricula. Online ist längst nicht alles verfügbar, manche Bücher liegen weiterhin in den Pfarrarchiven.


Sonderfälle: Adoption und Samenspende


Wer adoptiert wurde, kann ab dem Alter von 16 Jahren Einsicht in die Vermittlungsakte nehmen, um mehr über die eigene Herkunft zu erfahren. Das gilt, solange keine überwiegenden Interessen anderer Betroffener, vor allem der leiblichen Eltern, entgegenstehen. Anlaufstelle ist die Adoptionsvermittlungsstelle, die das Kind vermittelt hat. Auf Wunsch versucht sie auch, den Kontakt zu den leiblichen Eltern herzustellen.


Bei einer Samenspende im Rahmen einer ärztlich begleiteten Behandlung werden die Spenderdaten seit Juli 2018 im Samenspenderregister des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gespeichert. Ab 16 Jahren kann das Kind dort selbst Auskunft verlangen. Für frühere Behandlungen greift dieses Register nicht. Fehlen Akten oder Auskünfte, kann ein DNA-Test eine zusätzliche Möglichkeit sein.


Günstig, aber manchmal langwierig


Die klassische Genealogie ist meist der günstigste Weg. Sie verlangt aber Zeit, Sorgfalt und viel Geduld.


Inzwischen stellen Institutionen und spezialisierte Anbieter viele Archivalien digital bereit, das erleichtert die Suche. Die Funde sind allerdings nicht immer schlüssig: Manche Spuren sind lückenhaft, widersprüchlich oder schwer zu überprüfen.


Schritt 2: Die genetische Genealogie nutzen


Die genetische Genealogie setzt DNA ein, um biologische Verwandtschaften zwischen mehreren Personen zu entdecken oder zu bestätigen. Dazu wird Ihr genetisches Profil mit Datenbanken verglichen, die anthropologische Referenzdaten und die DNA-Profile anderer, bereits getesteter Personen enthalten.


Aus diesem Abgleich können sich genetische Übereinstimmungen ergeben, sogenannte DNA-Matches. Sie deuten auf eine mögliche familiäre Verbindung hin. Wie ein genealogischer DNA-Test funktioniert, was er zeigen kann und wo seine Grenzen liegen, erklären wir ausführlich auf unserer Themenseite.


So funktioniert ein genealogischer DNA-Test


Ihre DNA wird nach einem festgelegten Verfahren analysiert und mit den Profilen in der Datenbank des Labors verglichen. Als Ergebnis erscheinen mehr oder weniger enge Übereinstimmungen: Personen, die mit Ihnen ähnliche DNA-Abschnitte teilen.

Je mehr DNA zwei Menschen gemeinsam haben, desto näher ist ihre vermutete Verwandtschaft. Das Labor schätzt daraus eine mögliche Beziehung ab, vom entfernten oder nahen Cousin über Onkel und Tante bis zum Halbbruder oder einem möglichen leiblichen Elternteil.


Mit der Zeit lässt sich so auch ein Stammbaum aufbauen oder erweitern. Je mehr Menschen testen, desto größer werden die Datenbanken, und desto eher können später neue Treffer auftauchen.


Ein Wort der Vorsicht gehört dazu. Tests von Direktanbietern können unerwartete biologische Verbindungen ans Licht bringen, die nicht leicht zu verkraften sind. Wie stark das ausfallen kann, zeigt eine Befragung von über 23.000 Nutzerinnen und Nutzern genetischer Verwandtensuchdienste im American Journal of Human Genetics. Knapp die Hälfte hatte nur aus allgemeiner Neugier oder für den Stammbaum getestet, trotzdem erfuhren 82 Prozent die Identität mindestens eines genetischen Verwandten.


Einzelne Befragte veränderten wegen ihrer Entdeckungen ihr Leben. Das größte Bedauern äußerten Menschen, die erfuhren, dass sie durch eine Spende gezeugt worden waren.


Dazu kommt eine technische Einschränkung: Die Datenbanken bilden nicht alle Bevölkerungsgruppen gleich gut ab. Wie aussagekräftig ein Treffer ist, hängt auch davon ab, wie viele Menschen aus Ihrer Herkunftsregion dort vertreten sind.


Schritt 2: Die genetische Genealogie nutzen

Warum sich ein genealogischer Test bei der Suche nach einem unbekannten Elternteil eignet


Bei der Suche nach einem unbekannten leiblichen Elternteil ist der genealogische DNA-Test oft ein guter Ausgangspunkt. Ihre DNA wird mit den Profilen vieler anderer Menschen verglichen, die an derselben Art von Suche teilnehmen.


Ein solcher Test kann Ihnen unter anderem helfen:

  • DNA-Matches zu erhalten, sobald die Ergebnisse vorliegen,

  • Kontakt zu Personen aufzunehmen, die einen Teil Ihrer DNA teilen,

  • Ihr DNA-Profil in der Datenbank des Labors sichtbar zu machen,

  • einem biologischen Angehörigen die Möglichkeit zu geben, Sie zu finden, falls er ebenfalls testet.


Besonders nützlich ist das, wenn der gesuchte Elternteil selbst keinen Test gemacht hat. Ein Treffer mit einem Cousin, Halbbruder, Onkel, einer Tante oder einem anderen Verwandten kann genügen, um die Suche auf einen bestimmten Familienzweig einzugrenzen.


Warum Sie mehrere Datenbanken testen sollten


Genetische Genealogie bieten heute überwiegend private Unternehmen an, viele davon mit Sitz in Nordamerika. Jedes Labor führt seine eigene Datenbank und gibt die Profile in der Regel nicht frei an andere Anbieter weiter.


Wie gut ein Dienst für Ihre Suche taugt, hängt daher vor allem ab von:

  • der Größe der Datenbank,

  • der Vielfalt der gespeicherten Profile,

  • dem abgedeckten geografischen Raum,

  • den angebotenen Vergleichswerkzeugen,

  • der Möglichkeit, Daten von anderen Plattformen zu importieren.


Bei der Suche nach Familienangehörigen kann es sich deshalb lohnen, mehrere Labore oder kompatible Plattformen zu nutzen. So entgeht Ihnen kein wichtiger Treffer, nur weil er in einer anderen Datenbank liegt.


Beachten Sie dabei auch den Datenschutz. Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass ein DNA-Test nicht nur die getestete Person betrifft, sondern auch Hinweise auf nahe Verwandte liefert, oft ohne deren Wissen. Prüfen Sie vor der Bestellung deshalb, wo das Labor seinen Sitz hat, wie es Ihre Daten speichert und was mit Ihrem Profil in der Datenbank geschieht.


Schritt 3: Die Verwandtschaft mit einem DNA-Verwandtschaftstest bestätigen


Haben Sie einen möglichen Verwandten gefunden, sollten Sie die biologische Verbindung fast immer mit einem DNA-Verwandtschaftstest absichern. Er vergleicht die DNA von zwei oder mehr Personen direkt und bewertet, wie wahrscheinlich eine bestimmte familiäre Beziehung ist.


Dabei beantwortet er keine allgemeine Frage, sondern prüft eine klar umrissene Hypothese: Vaterschaft, Mutterschaft, Geschwisterschaft, Halbgeschwisterschaft, Verwandtschaft mit einem Großelternteil, Onkel oder einer Tante und so weiter.

Wichtig für Deutschland: Seriöse Labore führen Verwandtschaftstests nur durch, wenn alle Personen, deren Proben untersucht werden, vorher aufgeklärt wurden und eingewilligt haben. Einen gefundenen Match können Sie also nicht ohne dessen Wissen testen. Für minderjährige Kinder entscheiden die Sorgeberechtigten.


Den passenden Test für Ihre Familiensituation wählen


Wie genau ein Verwandtschaftstest ist, hängt stark von folgenden Punkten ab:

  • der vermuteten Beziehung zwischen den Teilnehmenden,

  • der Zahl der verfügbaren Personen,

  • der Frage, ob ein leiblicher Elternteil bekannt ist und teilnehmen kann,

  • der Qualität der Proben,

  • der Stimmigkeit der Angaben zur Familie.


Jeder Test beantwortet eine bestimmte Frage. Klären Sie Ihre Situation deshalb genau, bevor Sie bestellen. Geht es zum Beispiel um einen möglichen Bruder oder eine mögliche Schwester, ist ein Geschwistertest meist die bessere Wahl, vor allem wenn kein leiblicher Elternteil teilnehmen kann.


Nicht jeder Fall lässt sich per DNA klären


So leistungsfähig DNA-Tests sind, sie beantworten nicht jede Frage. Manche Ergebnisse bleiben offen, etwa wenn die verfügbaren Teilnehmenden genetisch zu weit voneinander entfernt sind, die familiäre Beziehung kompliziert ist oder die Ausgangsinformationen nicht reichen.


Dann kann der Test eine biologische Verbindung bestätigen, ohne ihre Art genau zu bestimmen. Besonders heikel wird es, wenn mehrere nahe Verwandte als mögliche Eltern infrage kommen, zum Beispiel zwei Brüder. Wie Labore in solchen Fällen vorgehen, erklärt unser Ratgeber zum Vaterschaftstest bei verwandten Vätern.

Schritt 3: Die Verwandtschaft mit einem DNA-Verwandtschaftstest bestätigen

Wie vertrauenswürdig ist ein DNA-Test?


Ein DNA-Ergebnis kann emotional belasten. Manchmal müssen Sie eine Phase des Wartens und des Zweifels aushalten, oder das Ergebnis fällt anders aus als erhofft.

Vertrauen in einen Test stützt sich auf mehrere konkrete Punkte:

  • die Qualität der entnommenen Proben,

  • die Akkreditierung des Labors, international üblich ist die Norm ISO/IEC 17025,

  • die Wahl eines Tests, der zur Familiensituation passt,

  • die genaue Einhaltung der Entnahmeanleitung,

  • die Übereinstimmung zwischen den getesteten Personen und der Frage, die geklärt werden soll.


Ein falsch gewählter Test kann wenig nützen, auch wenn die Analyse technisch einwandfrei war. Formulieren Sie die Frage an das Labor deshalb so präzise wie möglich.


So verstehen Sie die Ergebnisse eines DNA-Tests


Die Ergebnisse eines DNA-Tests werden meist als Vergleichstabelle dargestellt. Sie enthält:

  • eine Spalte für jeden Teilnehmenden,

  • eine Zeile für jeden verglichenen genetischen Marker,

  • für jeden Marker ein oder zwei Zahlen, je nach beobachtetem Profil.

Das Labor gleicht diese Daten anschließend ab und prüft, ob die genetischen Profile zur angegebenen Beziehung passen.


Ergebnisse eines Geschwistertests verstehen


Ein Geschwistertest ist eine indirekte Analyse. Er prüft keine direkte Abstammung wie ein Vaterschafts- oder Mutterschaftstest, sondern berechnet die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Personen Geschwister oder Halbgeschwister sind.


Wie sicher das Ergebnis ausfällt, hängt ab von:

  • den verfügbaren Teilnehmenden,

  • der getesteten Beziehung,

  • der Teilnahme eines bekannten leiblichen Elternteils,

  • der Menge vergleichbarer genetischer Informationen.


Das Labor ermittelt eine statistische Wahrscheinlichkeit. In manchen Fällen bleibt das Ergebnis unklar.


Verwandtschaftsindex und Prozentwert


Bei einem Geschwistertest wird in der Regel ein Verwandtschaftsindex angegeben. Er ist auf den Wert 1 bezogen und zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass die Teilnehmenden Erbanlagen teilen, die zur angegebenen Beziehung passen. Anschließend wird er in einen Prozentwert umgerechnet.


Die Ergebnisse sind deshalb als Wahrscheinlichkeiten zu lesen, nicht in jedem Fall als absolute Gewissheit. In der Praxis gilt:

  • Index über 1 und mehr als 90 %: Der Test gilt in der Regel als positiv.

  • Index unter 1 und weniger als 10 %: Der Test gilt in der Regel als negativ.

  • Werte dazwischen: Das Ergebnis kann weitere Analysen erfordern oder bleibt unklar.


Wann ein gerichtsverwertbarer DNA-Test nötig ist


Ein gerichtsverwertbarer DNA-Test ist erforderlich, wenn das Ergebnis in einem offiziellen, rechtlichen oder behördlichen Verfahren verwendet werden soll. Das kann zum Beispiel der Fall sein bei:

  • familienrechtlichen Fragen wie Unterhalt, Umgangsrecht oder Sorgerecht,

  • Aufenthalts- und Familiennachzugsverfahren, wobei die Behörde festlegt, welche Nachweise sie akzeptiert,

  • Streitigkeiten um ein Erbe,

  • der Feststellung oder Anfechtung einer Abstammung.


Entscheidend ist das Verfahren der Probenentnahme. Bei einem privaten Test zu Hause prüft niemand die Identität der Teilnehmenden. Ein rechtsverwertbarer Test erfordert dagegen eine lückenlose Probenkette, die vom Abstrich bis zur Analyse im Labor dokumentiert ist.


In Deutschland gehört dazu in der Regel Folgendes:

  • Ein Arzt oder ein Sachverständiger entnimmt die Proben.

  • Alle Teilnehmenden weisen sich mit einem gültigen Ausweis aus.

  • Fotos und Fingerabdrücke dokumentieren die Identität.

  • Die Proben gehen ohne Umweg über die Beteiligten ans Labor.


So lässt sich die Identität der Teilnehmenden prüfen, ein Austausch der Proben verhindern und das Ergebnis im offiziellen Rahmen verwenden, je nach den Regeln des jeweiligen Verfahrens. Wie leicht sich Proben bei einem Heimtest vertauschen lassen und wie die Identitätsprüfung davor schützt, lesen Sie in unserem Beitrag Vaterschaftstest fälschen? Typische Betrugsversuche. Ob und wie ein Gericht ein Ergebnis berücksichtigt, entscheidet es selbst. Bei rechtlichen Schritten empfiehlt sich die Beratung durch eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Familienrecht.


Fazit: Welche Strategie führt zu einem unbekannten Verwandten?


Am besten gehen Sie Schritt für Schritt vor.

Die klassische Ahnenforschung sammelt zunächst die verfügbaren Dokumente, Zeugnisse und Hinweise aus der Familie. Die genetische Genealogie kann anschließend über DNA-Matches neue Spuren eröffnen. Sobald ein möglicher Verwandter feststeht, bestätigt oder widerlegt ein DNA-Verwandtschaftstest die konkrete biologische Hypothese.


Entscheidend ist, den richtigen Test zum richtigen Zeitpunkt zu wählen. Ein DNA-Test kann sehr hilfreich sein, sein Wert hängt aber immer von der Familiensituation, den verfügbaren Teilnehmenden, dem gewählten Labor und der Deutung der Ergebnisse ab. Und wenn das Ergebnis vor Gericht oder bei einer Behörde zählen soll, braucht es von Anfang an einen gerichtsverwertbaren Test.


Kann man mit einem DNA-Test einen unbekannten Verwandten finden?

Ja. Ein DNA-Test vergleicht Ihr genetisches Profil mit Personen, die bereits in einer Datenbank gespeichert sind. Ein Treffer mit einem Cousin, Halbbruder oder anderen Angehörigen kann die Suche auf einen bestimmten biologischen Familienzweig lenken.


Welcher DNA-Test eignet sich, um einen leiblichen Elternteil zu finden?

Meist beginnt man mit einem genealogischen DNA-Test, der DNA-Matches liefert. Taucht ein möglicher Verwandter auf, kann ein DNA-Verwandtschaftstest die vermutete biologische Verbindung bestätigen.


Reicht ein genealogischer Test, um eine Abstammung zu beweisen?

Nein. Ein genealogischer Test kann familiäre Verbindungen nahelegen, ersetzt aber nicht immer einen gezielten Verwandtschaftstest. Um eine Vaterschaft, Mutterschaft oder Geschwisterschaft zu bestätigen, brauchen Sie eine Analyse, die zur gesuchten Beziehung passt.


Warum kann ein DNA-Ergebnis nicht eindeutig sein?

Ein Ergebnis bleibt offen, wenn die verfügbaren Teilnehmenden keinen ausreichend genauen Vergleich zulassen, die familiäre Beziehung zu komplex ist oder die Ausgangshypothese nicht klar genug formuliert wurde.


Wann brauche ich einen gerichtsverwertbaren DNA-Test?

Immer dann, wenn das Ergebnis in einem offiziellen Verfahren verwendet werden soll, zum Beispiel im Familienrecht, bei einem Erbstreit, in einem Aufenthaltsverfahren oder bei der Anfechtung einer Abstammung. Dafür gelten ein strenges Entnahmeverfahren mit Identitätsprüfung und eine nachvollziehbare Probenkette.

 
 
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