Organspende und DNA-Test: Was vor und nach einer Transplantation zählt
Eine Organspende kann Leben retten. Für Spender, Empfänger und ihre Familien wirft sie aber auch ganz konkrete Fragen auf, etwa zum DNA-Test: Ist vor einer Transplantation eine genetische Analyse nötig? Und was geschieht mit der DNA, wenn ein fremdes Organ im eigenen Körper arbeitet? Dieser Ratgeber zu Organspende und DNA-Test erklärt verständlich, wie die Verträglichkeit zwischen Spender und Empfänger geprüft wird, was hinter dem Begriff Chimärismus steckt und worauf Sie achten sollten, wenn Sie nach einer Transplantation oder Bluttransfusion einen DNA-Test machen möchten.

Organspende: Worum geht es genau?
Bei einer Organspende stellt ein Mensch ein Organ oder Gewebe zur Verfügung, damit es einem anderen Menschen eingepflanzt werden kann, dessen eigenes Organ nicht mehr ausreichend arbeitet. Häufigster Auslöser sind chronische Erkrankungen, die ein Organ über Jahre schädigen, zum Beispiel ein dauerhaftes Nierenversagen.
Die Niere ist dabei das mit Abstand am stärksten gefragte Organ. Nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) standen Anfang 2026 in Deutschland rund 8.200 Menschen auf der Warteliste, mehr als 6.200 von ihnen warteten auf eine Niere. Gleichzeitig ist gerade bei der Niere die Suche nach einem passenden Spender besonders anspruchsvoll.
Postmortale Spende und Lebendspende
Grundsätzlich gibt es zwei Formen der Spende:
Die postmortale Spende: Organe und Gewebe werden nach dem festgestellten Tod entnommen, etwa Nieren, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse oder Darm, aber auch Gewebe wie die Hornhaut des Auges oder Herzklappen.
Die Lebendspende: Ein gesunder Mensch spendet zu Lebzeiten, in der Praxis vor allem eine Niere oder einen Teil seiner Leber.
Die Rechtslage in Deutschland: die Entscheidungslösung
Anders als in vielen europäischen Nachbarländern wie Österreich oder den Niederlanden gilt in Deutschland nicht automatisch jeder als Organspender.
Maßgeblich ist die sogenannte Entscheidungslösung des Transplantationsgesetzes (TPG): Organe dürfen nach dem Tod nur entnommen werden, wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten zugestimmt hat. Liegt keine Erklärung vor, entscheiden die Angehörigen im Sinne des mutmaßlichen Willens der oder des Verstorbenen.
Ihre persönliche Entscheidung können Sie auf drei Wegen festhalten:
im Organspendeausweis,
in einer Patientenverfügung,
im Organspende-Register, das seit März 2024 online zur Verfügung steht.
Zustimmen kann man ab 16 Jahren, widersprechen bereits ab 14 Jahren. Ein allgemeines Höchstalter für Spender gibt es nicht: Ob ein Organ geeignet ist, beurteilen die Ärztinnen und Ärzte im Einzelfall.
Die Debatte ist allerdings in Bewegung. Am 24. September 2026 hat der Bundestag in erster Lesung über Gesetzentwürfe beraten, die eine Widerspruchslösung einführen sollen. Wer nicht ausdrücklich widerspricht, würde dann als Spender gelten. Die Entwürfe wurden an den Gesundheitsausschuss überwiesen. Bis zu einer möglichen Neuregelung bleibt es bei der Entscheidungslösung (Stand: September 2026).
Lebendspende: nur unter nahestehenden Menschen
Wer zu Lebzeiten eine Niere oder einen Teil der Leber spenden möchte, darf das in Deutschland nicht für beliebige Personen tun. Das TPG erlaubt eine solche Spende nur an:
Verwandte ersten oder zweiten Grades, also etwa Eltern, Kinder, Geschwister oder Großeltern,
Ehe- und eingetragene Lebenspartner sowie Verlobte,
andere Menschen, die dem Spender in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahestehen, zum Beispiel langjährige Lebensgefährten oder sehr enge Freunde.
Der Spender muss volljährig und einwilligungsfähig sein. Vor jedem Eingriff prüft eine unabhängige Lebendspendekommission, die in der Regel bei der Landesärztekammer angesiedelt ist, ob die Spende wirklich freiwillig erfolgt und kein Organhandel dahintersteckt. Zudem ist die Lebendspende nachrangig: Sie kommt nur infrage, wenn zum Zeitpunkt der Transplantation kein geeignetes Organ eines verstorbenen Spenders zur Verfügung steht.
Braucht man vor einer Organspende einen DNA-Test?
Entscheidend ist die biologische Verträglichkeit
Ob ein Organ von einem Familienmitglied oder von einem fremden, verstorbenen Spender stammt, spielt für den Erfolg der Transplantation eine geringere Rolle als oft angenommen. Auch Alter und Geschlecht sind keine starren Ausschlusskriterien. Was wirklich zählt, ist die biologische Verträglichkeit zwischen Spender und Empfänger.
Sie wird vor jeder Transplantation sorgfältig geprüft, um das Risiko einer Abstoßung abzuschätzen. Dabei erkennt das Immunsystem des Empfängers das neue Organ als fremd und greift es an. Die Faustregel lautet:
je besser die Verträglichkeit,
desto geringer das Risiko einer Abstoßung.
Bei Organen verstorbener Spender übernimmt die Stiftung Eurotransplant mit Sitz im niederländischen Leiden die Vermittlung für Deutschland. Bei Nieren fließt die Übereinstimmung der Gewebemerkmale neben Wartezeit und Dringlichkeit in die Zuteilung ein.
Warum Familienangehörige oft bessere Chancen haben
Blutsverwandte teilen einen Teil ihres Erbguts und damit häufig auch die Merkmale, die für die Verträglichkeit entscheidend sind. Diese Gewebemerkmale (HLA) werden in Blöcken vererbt: Jedes Kind erhält einen solchen Block, einen sogenannten Haplotyp, von der Mutter und einen vom Vater. Daraus folgt:
Eltern und Kinder teilen immer mindestens einen der beiden Haplotypen.
Zwei Geschwister stimmen mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 25 % in beiden Haplotypen überein, zu 50 % in einem und zu 25 % in keinem.
In diesem Zusammenhang kann ein DNA-Verwandtschaftstest mit Angehörigen des Patienten sinnvoll sein, um:
eine biologische Verwandtschaft zu bestätigen oder auszuschließen,
einen ersten Anhaltspunkt für die zu erwartende Übereinstimmung zu gewinnen.
Eine bestätigte Verwandtschaft ersetzt die medizinischen Verträglichkeitstests jedoch nicht. Welche Erbanlagen ein Kind von seinen Eltern erhält, ist Zufall: Zwei Geschwister können sehr ähnliche oder kaum übereinstimmende Gewebemerkmale haben.
Verwandt zu sein erhöht also die Chancen, garantiert aber keine optimale Verträglichkeit. Umgekehrt spenden in Deutschland regelmäßig auch Ehe- und Lebenspartner erfolgreich eine Niere, obwohl sie nicht blutsverwandt sind.
Die wichtigsten Verträglichkeitstests im Überblick
Um die Verträglichkeit zwischen Spender und Empfänger zu beurteilen, werden vor allem drei Untersuchungen durchgeführt:
Blutgruppenbestimmung (AB0-System): Sie zeigt, ob die Blutgruppen von Spender und Empfänger zueinander passen. Bei einer Nieren-Lebendspende ist unter bestimmten Voraussetzungen auch eine blutgruppenungleiche (AB0-inkompatible) Transplantation möglich, sie erfordert aber eine aufwendige Vorbehandlung des Empfängers.
Gewebetypisierung (HLA-Typisierung): HLA steht für „humane Leukozytenantigene“. Diese Merkmale sitzen auf der Oberfläche fast aller Körperzellen und dienen dem Immunsystem wie ein Ausweis, um „eigen“ von „fremd“ zu unterscheiden. Je ähnlicher sich die HLA-Merkmale von Spender und Empfänger sind, desto geringer ist das Abstoßungsrisiko. Zusätzlich wird geprüft, ob der Empfänger bereits Antikörper gegen HLA-Merkmale des Spenders gebildet hat, etwa nach Schwangerschaften, Bluttransfusionen oder früheren Transplantationen. Solche Antikörper erhöhen das Risiko einer Abstoßung deutlich. Die Typisierung erfolgt heute meist molekulargenetisch, also direkt anhand der DNA.
Kreuzprobe (Crossmatch): Kurz vor dem Eingriff werden im Labor weiße Blutkörperchen des Spenders mit dem Blutserum des Empfängers zusammengebracht. So lässt sich erkennen, ob das Abwehrsystem des Empfängers die Zellen des Spenders angreift. Fällt die Kreuzprobe positiv aus, wird in der Regel nicht transplantiert.

Sonderfall eineiige Zwillinge
Eineiige Zwillinge entstehen aus einer einzigen befruchteten Eizelle, die sich früh in zwei Embryonen teilt. Ihre DNA ist deshalb nahezu identisch, abgesehen von sehr wenigen Mutationen, die im Laufe der Entwicklung entstehen. Bei einer Transplantation zwischen eineiigen Zwillingen ist die Gewebeverträglichkeit praktisch perfekt. Das bedeutet:
ein deutlich geringeres Abstoßungsrisiko,
in der Regel weniger Komplikationen.
Zweieiige Zwillinge teilen dagegen wie gewöhnliche Geschwister im Schnitt etwa die Hälfte ihrer Erbanlagen. Warum sie in seltenen Fällen sogar verschiedene Väter haben können, erklären wir in unserem Beitrag zum Vaterschaftstest bei Zwillingen. Ob Zwillinge eineiig oder zweieiig sind, lässt sich mit einem Zwillingstest zuverlässig klären.
Verändert sich die DNA nach einer Organtransplantation?
Die DNA des Empfängers bleibt seine eigene
Die DNA gehört zu dem Menschen, der sie in sich trägt und an seine Kinder weitergibt, genau wie seine Organe und Zellen. Eine Transplantation schreibt dieses Erbgut nicht um. Die Körperzellen des Empfängers teilen sich nach dem Eingriff weiter und kopieren dabei ihren eigenen genetischen Code, ohne dass die DNA des neuen Organs darauf Einfluss nimmt.
Das transplantierte Organ behält allerdings die DNA des Spenders. Im Körper des Empfängers existieren also fortan zwei genetisch unterschiedliche Zellgruppen nebeneinander. Für bestimmte DNA-Analysen ist genau das von Bedeutung.
Übertragene Allergien: ein gut dokumentiertes Phänomen
Dass sich nach einer Transplantation dennoch Eigenschaften des Spenders beim Empfänger zeigen können, belegen zahlreiche Fallberichte über übertragene Allergien, vor allem Nahrungsmittelallergien. Beschrieben wurden sie bei Erwachsenen wie bei Kindern, unter anderem nach der Transplantation von:
Knochenmark,
Leber,
Niere,
Herz,
Lunge,
Darm.
Am häufigsten betroffen sind Kinder nach einer Lebertransplantation. Als Ursachen gelten unter anderem Immunzellen und Antikörper des Spenders, die mit dem Organ in den Körper gelangen, sowie Medikamente, die das Immunsystem nach der Transplantation unterdrücken. Die DNA des Empfängers verändert sich dabei nicht.
Möglich ist außerdem, dass manche Patienten schon vor dem Eingriff allergisch waren, ihr durch das Organversagen geschwächtes Immunsystem aber nicht auf die Allergene reagieren konnte. In diesem Fall macht die Transplantation eine bereits vorhandene, bislang verborgene Allergie lediglich sichtbar.
Chimärismus: wenn ein Mensch zwei DNA-Profile trägt
Von Chimärismus spricht man, wenn in einem Körper Zellen mit zwei verschiedenen genetischen Profilen vorkommen. Nach einer Organtransplantation betrifft das zunächst das neue Organ selbst. Zusätzlich können geringe Mengen an Spenderzellen im Blut des Empfängers zirkulieren, Fachleute sprechen dann von Mikrochimärismus.
Deutlich ausgeprägter ist das Phänomen nach einer Knochenmark- oder Stammzelltransplantation. Weil dabei das blutbildende System ersetzt wird, enthält das Blut des Empfängers anschließend meist nur noch die DNA des Spenders, und genau das ist das Ziel der Behandlung. In selteneren Fällen wurde Spender-DNA auch an anderen Stellen des Körpers nachgewiesen, etwa in Abstrichen von:
Wangen,
Zunge,
Lippen,
sowie im Sperma.
In einem 2019 bekannt gewordenen Fall bestand die DNA im Sperma eines Mannes vier Jahre nach einer Stammzelltransplantation vollständig aus Spender-DNA. Das wirft eine naheliegende Frage auf: Welche DNA würden seine Kinder erben? Fachleute geben Entwarnung. Der Mann hatte sich einer Vasektomie unterzogen, seine Samenflüssigkeit enthielt also keine Samenzellen. Nachgewiesen wurde die DNA von Immunzellen des Spenders. Nach Einschätzung der Experten kann ein Empfänger keine Kinder mit der DNA seines Spenders zeugen, da diese nur in Immunzellen vorkommt und nicht in den Samenzellen selbst.

Kann man nach einer Organtransplantation einen DNA-Test machen?
Eine Übergangsphase kann das Ergebnis verfälschen
Wer nach einer Bluttransfusion, einer Organtransplantation oder einer Knochenmarktransplantation einen DNA-Test macht, erhält in vielen Fällen für eine gewisse Zeit die genetischen Profile beider Personen. Wie lange diese Übergangsphase dauert, hängt von Art und Umfang des Eingriffs ab. Während dieser Zeit trägt der Empfänger nachweisbar zwei DNA-Profile in sich. Nach einer Stammzelltransplantation kann die Spender-DNA im Blut sogar dauerhaft bestehen bleiben.
Warum eine Blutprobe nach bestimmten Eingriffen ungeeignet ist
Von einem DNA-Test auf Grundlage einer Blutprobe ist abzuraten nach:
einer Bluttransfusion,
einer Knochenmarktransplantation,
einer Organtransplantation,
einer Behandlung mit Stammzellen.
Manche Untersuchungen sind in dieser Situation schlicht nicht durchführbar. Das gilt etwa für einen pränatalen Vaterschaftstest oder die Bestimmung des Geschlechts des Babys, die beide auf einer Blutprobe der Mutter beruhen. Labore können die Analyse einer Probe von einer Person, die eine Transfusion oder Transplantation erhalten hat, ablehnen. Hinzu kommt, dass vorgeburtliche Abstammungsuntersuchungen in Deutschland nach dem Gendiagnostikgesetz ohnehin nur in eng begrenzten Ausnahmefällen erlaubt sind.
Für einen klassischen Vaterschaftstest wird deshalb in der Regel ein Wangenabstrich verwendet. Geben Sie eine vorausgegangene Transfusion oder Transplantation bei der Bestellung trotzdem immer an, damit das Labor die Ergebnisse richtig einordnen kann.
Wann ein DNA-Test trotzdem sinnvoll ist
Nach einer Transfusion oder Transplantation kann eine genetische Analyse auch gezielt nützlich sein, zum Beispiel wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Körper DNA einer anderen Person trägt. Genau darauf ist ein DNA-Test auf Chimärismus ausgerichtet.
Empfehlenswert ist es dann, mehrere DNA-Tests mit Proben aus unterschiedlichen Körperregionen durchzuführen und die genetischen Fingerabdrücke miteinander zu vergleichen, etwa aus:
Speichel (Wangenabstrich),
Blut,
Fingernägeln,
Haaren mit Wurzel.
Ziel ist es, Unterschiede zwischen den Ergebnissen aufzudecken. Jeder DNA-Test, der ein genetisches Profil erstellt, untersucht dieselben Loci, also genau festgelegte Stellen im Erbgut. Stammen alle Proben ausschließlich von Ihnen, müssen die Profile an jedem dieser Loci exakt übereinstimmen. Weicht eine Probe ab, deutet das auf fremde DNA hin.
Wie stark die Ergebnisse je nach Probenart schwanken können, zeigt eine Untersuchung der Innsbrucker Gerichtsmedizin an Stammzellempfängern. Die Forschenden analysierten 162 Wangenabstriche von 77 Patienten: Blutproben zeigten durchweg das Profil des Spenders, Haarproben stets das ursprüngliche Profil des Empfängers. Die Wangenabstriche enthielten dagegen Mischungen mit einem Spenderanteil zwischen 0 und 100 %, der sogar bei ein und derselben Person schwankte.
Fazit: Verträglichkeit vor der Spende, Sorgfalt beim DNA-Test danach
Bei einer Organspende zählt vor allem die biologische Verträglichkeit, die über Blutgruppe, HLA-Typisierung und Kreuzprobe geprüft wird. Eine Verwandtschaft erhöht die Chance auf ein passendes Organ, ersetzt diese Tests aber nicht. In Deutschland gilt für die postmortale Spende weiterhin die Entscheidungslösung, eine Lebendspende ist nur unter nahestehenden Menschen erlaubt.
Die DNA des Empfängers verändert sich durch eine Transplantation nicht. Phänomene wie der Chimärismus können aber dazu führen, dass in einer Probe zwei DNA-Profile auftauchen, besonders im Blut und nach einer Stammzelltransplantation.
Wenn Sie nach einer Transfusion oder Transplantation einen DNA-Test planen, verzichten Sie deshalb besser auf Blutproben, vergleichen Sie im Zweifel mehrere Probenarten und informieren Sie das Labor über Ihre medizinische Vorgeschichte. So erhalten Sie eindeutige und verlässliche Ergebnisse, ob beim Vaterschaftstest, bei einer Verwandtschaftsanalyse oder bei der gezielten Suche nach einem Chimärismus.
Braucht man für eine Organspende einen DNA-Test?
Entscheidend sind medizinische Verträglichkeitstests: Blutgruppenbestimmung, HLA-Typisierung und Kreuzprobe. Die HLA-Typisierung wird heute meist anhand der DNA durchgeführt. Ein DNA-Verwandtschaftstest kann ergänzend helfen, eine Verwandtschaft zu bestätigen, ersetzt diese Untersuchungen aber nicht.
Verändert eine Organtransplantation die eigene DNA?
Nein. Die Körperzellen des Empfängers behalten ihr eigenes Erbgut. Nur das transplantierte Organ trägt weiterhin die DNA des Spenders, und in manchen Fällen zirkulieren Spenderzellen im Blut. Deshalb können DNA-Tests aus Blutproben zwei Profile zeigen.
Kann man nach einer Bluttransfusion einen Vaterschaftstest machen?
Ja, allerdings sollte die Probe nicht aus Blut stammen. Üblich ist ein Wangenabstrich. Nach einer Stammzelltransplantation kann auch die Mundschleimhaut Spender-DNA enthalten, dann liefern Haarwurzeln oft ein zuverlässigeres Bild. Informieren Sie das Labor in jedem Fall über den Eingriff.
Wer darf in Deutschland zu Lebzeiten eine Niere spenden?
Volljährige, einwilligungsfähige Menschen, die mit dem Empfänger im ersten oder zweiten Grad verwandt, verheiratet, verpartnert oder verlobt sind oder ihm in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahestehen. Eine Lebendspendekommission prüft jeden Fall vorab.
Was ist ein Chimärismus nach einer Transplantation?
Ein Chimärismus liegt vor, wenn ein Mensch Zellen mit zwei verschiedenen DNA-Profilen trägt, etwa nach einer Stammzell- oder Organtransplantation. Nachweisen lässt er sich, indem man die DNA-Profile mehrerer Proben aus verschiedenen Körperregionen vergleicht.
