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DNA-Test beim Pferd: Was ein Gentest über die Gesundheit verrät

vor 2 Tagen
9 Min. Lesezeit

Ob ein Pferd gesund bleibt, entscheidet sich zum großen Teil im Alltag: beim Futter, bei der Bewegung, beim Blick in den Stall jeden Morgen. Wer sein Pferd gut kennt, bemerkt früh, wenn es schlechter frisst, lahmt oder sich anders verhält, und kann handeln, bevor aus einer Kleinigkeit ein Problem wird.


DNA-Test beim Pferd

Ein Teil der Gesundheit steht allerdings schon bei der Geburt fest. Manche Pferde tragen eine Genveränderung, die eine Erbkrankheit auslöst oder unbemerkt an die Fohlen weitergegeben wird. Ein DNA-Test beim Pferd macht solche Anlagen sichtbar, und dafür genügen ein paar ausgerissene Mähnenhaare. Eine Unterscheidung sollten Sie dabei von Anfang an im Kopf behalten, weil manche Angebote sie verwischen: Ein Gentest liest Erbanlagen. Ein Unverträglichkeitstest aus dem Haar tut das nicht.


Die Basis: Was ein gesundes Pferd braucht


Kein Test ersetzt die tägliche Versorgung. Sie bleibt das Fundament jeder Pferdegesundheit:

  • Ausgewogenes Futter, abgestimmt auf Alter, Rasse und Arbeit des Pferdes

  • Frisches Wasser, das jederzeit zur Verfügung steht

  • Ausreichend Bewegung an jedem Tag

  • Ein Unterstand, der vor Regen, Wind und Sonne schützt

  • Regelmäßige Hufpflege durch Hufschmied oder Hufpfleger

  • Impfungen und Entwurmung nach tierärztlichem Plan


Für die beiden letzten Punkte gibt es in Deutschland klare fachliche Empfehlungen. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut zählt die Impfungen gegen Tetanus, Equine Influenza (Pferdegrippe) und Equine Herpesviren (EHV) zu den Core-Impfungen. Gegen diese Erreger sollte jedes Pferd zu jeder Zeit geschützt sein. Die Impfung gegen das West-Nil-Virus empfiehlt die 5. Auflage ihrer Leitlinie in den Ausbruchsgebieten Ostdeutschlands und seit 2024 im gesamten norddeutschen Tiefland. Für Turnierpferde schreibt die Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die Influenza-Impfung vor, seit dem 1. Januar 2023 auch die Impfung gegen EHV-1.


Bei der Entwurmung empfiehlt ESCCAP Deutschland, ein Expertengremium für Tierparasitologie, je nach Betrieb eine von zwei Strategien. Bei der selektiven Entwurmung wird bei erwachsenen Pferden zuerst der Kot untersucht. Behandelt wird nur, wenn mehr als 200 Wurmeier pro Gramm Kot gefunden werden oder andere Darmparasiten nachweisbar sind. Die strategische Entwurmung richtet sich dagegen nach dem Alter des Pferdes und sieht bis zu vier Behandlungen im Jahr vor. Unabhängig vom Befund rät ESCCAP zu mindestens einer Entwurmung pro Jahr.


All das schützt vor Krankheiten, die von außen kommen. Gegen Risiken, die ein Pferd von seinen Eltern geerbt hat, helfen weder Impfung noch Wurmkur.


Was ein DNA-Test beim Pferd untersucht


Jedes Pferd erbt sein Erbgut je zur Hälfte von Stute und Hengst. Von jedem Gen besitzt es deshalb zwei Kopien. Bei vielen Erbkrankheiten ist die Ursache genau bekannt: eine einzelne Veränderung an einer bestimmten Stelle eines Gens. Fachleute sprechen von einer Mutation oder Genvariante. Ein Gentest sucht gezielt nach dieser Stelle und prüft, ob das Pferd keine, eine oder zwei veränderte Kopien trägt.


Rezessiv oder dominant: Warum gesunde Pferde Träger sein können


Wie sich eine Genvariante auswirkt, hängt vom Erbgang ab.


Rezessiver Erbgang: Das Pferd erkrankt nur, wenn es zwei veränderte Kopien besitzt. Mit einer Kopie ist es selbst gesund, gibt die Variante aber im Schnitt an die Hälfte seiner Nachkommen weiter. Solche Pferde heißen Anlageträger. Ansehen kann man es ihnen nicht, nur ein Gentest deckt es auf. Werden zwei Träger miteinander verpaart, ist jedes Fohlen mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 % betroffen.


Dominanter Erbgang: Hier reicht eine einzige veränderte Kopie, damit das Pferd erkranken kann. Ein Beispiel ist die Muskelerkrankung PSSM1. Wie stark sie sich zeigt, ist allerdings sehr verschieden: Manche Pferde mit der Mutation bleiben völlig unauffällig, bei anderen verläuft die Krankheit lebensbedrohlich.


So lesen Sie den Befund


Labore geben das Ergebnis meist als Genotyp an, also als Kombination der beiden Genkopien. „N“ steht dabei für die unveränderte Kopie. Am Beispiel der Erbkrankheit WFFS:

Befund

Bedeutung

Für die Zucht heißt das

N/N

frei, keine veränderte Kopie

kann die Krankheit nicht weitergeben

N/WFFS

Anlageträger, eine veränderte Kopie

selbst gesund; nur mit einem freien Partner (N/N) verpaaren und die Nachkommen vor dem Zuchteinsatz testen

WFFS/WFFS

betroffen, zwei veränderte Kopien

nicht lebensfähig; die meisten Föten gehen bereits während der Trächtigkeit verloren


Bei dominanten Erkrankungen gilt eine andere Lesart. Ein Pferd mit dem Befund N/PSSM1 ist kein bloßer Träger, sondern kann selbst Symptome entwickeln.


Welche Erbkrankheiten sich beim Pferd testen lassen


Die Auswahl ist größer, als viele vermuten. Das Labor Laboklin in Bad Kissingen führt in seiner Übersicht (Stand April 2025) 26 Erbkrankheiten auf, einige davon werden über Partnerlabore untersucht. Nicht jede betrifft jedes Pferd, denn die meisten Genvarianten kommen gehäuft in bestimmten Rassen vor. Einige Beispiele:

Erkrankung

Was dabei passiert

Vor allem betroffen

WFFS (Warmblood Fragile Foal Syndrome)

erbliche Bindegewebsschwäche: Haut und Schleimhäute sind dünn und reißen leicht, die Gelenke lassen sich überstrecken

Warmblut, außerdem Vollblut und einzelne weitere Rassen

PSSM1 (Polysaccharid-Speicher-Myopathie Typ 1)

Störung des Glykogenstoffwechsels im Muskel (Glykogen ist die Speicherform von Zucker); Anzeichen ähnlich wie beim Kreuzverschlag: Steifheit, Muskelschwäche, nachlassende Leistung

Quarter Horse, Paint Horse, Appaloosa, viele Kaltblutrassen, auch Warmblut

HYPP (Hyperkaliämische periodische Paralyse)

anfallsartiges Muskelzittern

Quarter Horse, Paint Horse, Appaloosa

SCID (schwerer kombinierter Immundefekt)

Fohlen ohne funktionierende Immunabwehr; sie werden meist nicht älter als sechs Monate

Araber

CA (Cerebelläre Abiotrophie)

Erkrankung des Kleinhirns mit Koordinationsstörungen

vor allem Araber


Auf der Liste stehen außerdem Erkrankungen wie HERDA, GBED oder das Lavender Foal Syndrome (LFS). Welche Tests für ein bestimmtes Pferd sinnvoll sind, hängt also zuerst von Rasse und Abstammung ab. Labore bieten deshalb rassespezifische Kombinationen an, Laboklin etwa ein Paket aus fünf Tests für Araber, Quarter Horses und deren Kreuzungen (Quarab).


Beispiel WFFS: Warum Warmblutzüchter genau hinschauen


Für die deutsche Reitpferdezucht ist WFFS besonders relevant. Wie verbreitet die Genvariante ist, hat ein internationales Team aus Österreich, Deutschland, Polen und den USA untersucht. Für eine 2020 in der Fachzeitschrift Genes veröffentlichte Studie zur Verbreitung von WFFS in 38 Pferderassen wurden 4.081 Pferde getestet. 4,9 % trugen die Variante, verteilt auf 21 Rassen. Am häufigsten war sie bei Hannoveranern und beim Dänischen Warmblut mit jeweils rund 17 % Trägern. Gefunden wurde sie aber auch bei Vollblütern (17 von 716) und Haflingern (2 von 48).


Was das für die Zucht bedeutet, zeigt eine Auswertung deutscher Daten, die 2022 in PLOS ONE erschien. Zehn deutsche Zuchtverbände stellten dafür fast 400.000 Bedeckungen aus den Jahren 2008 bis 2020 zur Verfügung. Ergebnis: Hengste, die die WFFS-Variante tragen, erreichten im Schnitt eine um etwa 2,7 % niedrigere Abfohlrate als freie Hengste. Das passt zu der Beobachtung, dass die meisten betroffenen Föten schon während der Trächtigkeit verloren gehen.


Ein Träger muss deshalb nicht aus der Zucht verschwinden. Entscheidend ist, dass nicht zwei Träger aufeinandertreffen. Der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes empfiehlt aus diesem Grund, Zuchttiere auf WFFS testen zu lassen.


Wem der Gentest nützt


Züchterinnen und Züchtern, weil sie Hengst und Stute gezielt kombinieren können. So entstehen keine betroffenen Fohlen, ohne dass wertvolle Linien ganz aus der Zucht genommen werden müssen.


Haltern von Pferden einer Risikorasse, besonders bei dominanten Erkrankungen. Wer weiß, dass sein Quarter Horse PSSM1 trägt, kann Fütterung und Training mit dem Tierarzt darauf abstimmen. Laut dem tiermedizinischen Nachschlagewerk DocCheck Flexikon werden die Muskelschübe bei praktisch allen betroffenen Quarter Horses seltener, wenn diese Empfehlungen eingehalten werden. Bei fast zwei Dritteln bleiben sie ganz aus.


Tierärztinnen und Tierärzten, weil ein Gentest eine Verdachtsdiagnose bestätigen oder eine bestimmte Erbkrankheit ausschließen kann, etwa wenn ein Pferd mit Muskelproblemen auf PSSM1 untersucht wird.


So läuft der Gentest ab


  1. Test auswählen: passend zu Rasse und Fragestellung, im Zweifel nach Rücksprache mit Tierarzt oder Zuchtverband.

  2. Probe nehmen: Laboklin akzeptiert für alle genetischen Tests entweder 1 ml EDTA-Blut, das der Tierarzt entnimmt, oder Mähnen- bzw. Schweifhaare mit Haarwurzel. Die Haare werden ausgerissen, nicht abgeschnitten, denn die DNA steckt in den Wurzeln. Das niederländische Friesen-Stammbuch KFPS verlangt in seiner Anleitung zum Beispiel mindestens 30 Haare. Bündeln Sie sie mit Klebeband oder einem Gummiband, damit die Wurzeln zusammenbleiben.

  3. Einschicken: Die Haarprobe kommt mit den Angaben zum Pferd in einen Umschlag. Grundsätzliche Hinweise dazu, wie Sie eine DNA-Probe sicher ins Labor schicken, gelten auch hier. Vorrang hat aber immer die Anleitung des jeweiligen Labors.

  4. Ergebnis abwarten: Für seine Testkombinationen gibt Laboklin 7 bis 14 Tage nach Eingang der Probe an.


Achten Sie bei der Wahl des Labors auf eine Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025, der internationalen Norm für die Kompetenz von Prüflaboren. Laboklin etwa ist danach akkreditiert, setzt jeden DNA-Test doppelt an und nimmt regelmäßig an Ringversuchen teil, bei denen Labore ihre Ergebnisse untereinander abgleichen.


Wie funktioniert ein Gentest beim Pferd?

Was ein Gentest nicht leisten kann


Ein Gentest beantwortet nur die Frage, die gestellt wurde. Ein Befund „frei von WFFS“ sagt nichts über PSSM1 oder andere Erkrankungen. Ein umfassendes Gesundheitszeugnis ist er also nicht.


Er erkennt außerdem nur bekannte Genvarianten. Beim WFFS-Test etwa weisen die Entwickler an der Cornell University selbst darauf hin, dass die getestete Mutation die einzige bekannte ist und offen bleibt, ob ihr Fehlen ein Pferd sicher als gesund ausweist. Ähnlich bei Muskelerkrankungen: Unter PSSM2 fassen Tierärzte Fälle zusammen, die PSSM1 ähneln, aber nicht auf die bekannte Mutation im GYS1-Gen zurückgehen. Ein PSSM1-Test kann sie nicht erfassen.


Bei dominanten Erkrankungen schließlich sagt der Befund nichts über die Schwere aus. Ob und wie stark ein Pferd erkrankt, hängt auch von Haltung, Fütterung und Training ab. Deuten Sie das Ergebnis deshalb gemeinsam mit Ihrem Tierarzt.


Unverträglichkeitstests aus dem Haar: kein Gentest


Neben echten Gentests werden Pferdehaltern auch Tests auf Futtermittelunverträglichkeiten angeboten, ebenfalls aus Mähnenhaaren und ebenfalls per Post. Sie versprechen herauszufinden, welche Futtermittel ein Pferd schlecht verträgt, damit sich die Ration entsprechend anpassen lässt.


Allergie oder Unverträglichkeit?


Bei einer Futtermittelallergie reagiert das Immunsystem auf einen Bestandteil des Futters. Eine Unverträglichkeit, auch Intoleranz genannt, läuft dagegen ohne Beteiligung des Immunsystems ab. Oft fehlt dem Körper die Fähigkeit, einen bestimmten Bestandteil aufzuspalten. Das bekannteste Beispiel stammt aus der Humanmedizin: Menschen mit Laktoseintoleranz bilden zu wenig des Enzyms Laktase und vertragen deshalb Milchzucker schlecht. Allergien können lebensbedrohlich werden. Unverträglichkeiten sind meist harmlos, aber unangenehm.


Beim Pferd sehen die Anzeichen anders aus als beim Menschen. Erbrechen etwa gehört nicht dazu: Ein besonders kräftiger Schließmuskel am Mageneingang macht es praktisch unmöglich. Eine Futtermittelallergie zeigt sich beim Pferd eher über die Haut, mit Juckreiz oder Quaddeln. Sie gilt zudem als selten.


Was hinter den Haartests steckt


Die Angebote ähneln sich: ein Set für zu Hause, einige Haare, ein Ergebnis für jedes getestete Futtermittel in drei Stufen.

  • starke Unverträglichkeit: positiv für den getesteten Stoff

  • leichte Unverträglichkeit: eine schwache Reaktion, die unter der Schwelle für ein positives Ergebnis liegt

  • keine Unverträglichkeit: negativ


Mit Genetik hat das nichts zu tun. Mehrere Anbieter geben selbst an, mit Bioresonanz zu arbeiten, einem Verfahren der Alternativmedizin, das angeblich die „Schwingungen“ einer Probe misst. Das Erbgut wird dabei nicht analysiert. Haare enthalten zudem keine Antikörper, also keine Abwehrstoffe, an denen sich eine Allergie ablesen ließe.


Was Studien dazu sagen


Eine Studie, die einen solchen Haartest beim Pferd geprüft und bestätigt hätte, haben wir nicht gefunden. Bei Hunden und Katzen wurden vergleichbare Tests dagegen gezielt überprüft, mit eindeutigem Ergebnis:

  • Kunstfell und Wasser: Die Tierdermatologinnen Kimberly Coyner und Anthea Schick schickten Haar- und Speichelproben allergischer und gesunder Hunde ein, dazu Kunstfell von Stofftieren und Wasser. Die Befunde waren praktisch gleich, egal woher die Probe stammte (Journal of Small Animal Practice, 2019).

  • Kein Unterschied zum Zufall: Eine zweite Studie reichte 35 Proben ein, darunter synthetisches Fell und Kochsalzlösung. Jede einzelne lieferte positive Befunde. Die Ergebnisse ließen sich nicht reproduzieren und waren nicht besser als der Zufall (Veterinary Dermatology, 2019).


Selbst Bluttests auf Futtermittelallergien sind beim Pferd unzuverlässig. Ein Team um S. Dupont schickte Blutproben von 17 gesunden Shetlandponys zweimal an ein kommerzielles Labor. Nur sieben Ponys waren beide Male negativ, und nur eines reagierte zweimal auf dasselbe Futtermittel. Als die Ponys anschließend genau die angeblich problematischen Futtermittel fraßen, zeigte keines Symptome (Equine Veterinary Journal, 2016). Die Autoren warnen, dass solche Befunde zu unnötigen Futterumstellungen führen können.


Einen Haartest „vorsorglich“ und regelmäßig bei einem beschwerdefreien Pferd zu machen, ist deshalb nicht sinnvoll. Wie Haut-, Blut- und Speicheltests im Vergleich abschneiden, zeigt ausführlich unser Ratgeber zum Allergietest beim Hund.


Was bei Verdacht wirklich hilft


Bei Juckreiz, Quaddeln oder Verdauungsproblemen ist die Tierarztpraxis die erste Adresse, denn viele andere Ursachen kommen infrage. Für eine Futtermittelallergie gilt die Ausschlussdiät als einzig verlässliche Methode: Das verdächtige Futtermittel wird vier bis acht Wochen lang vollständig weggelassen, während man beobachtet, ob die Beschwerden nachlassen. Kehren sie zurück, sobald das Pferd das Futter wieder bekommt, erhärtet das den Verdacht.


Ihr nächster Schritt: erst die Rasse, dann der Test


Ein sinnvoller Gentest beginnt nicht beim Labor, sondern bei der Frage, welche Erbkrankheiten in der Rasse und den Blutlinien Ihres Pferdes überhaupt vorkommen. Zuchtverband und Tierarzt können das beantworten. Wer züchten möchte, sollte Stute und Hengst vor der Decksaison testen lassen: Nur wenn beide Befunde vorliegen, lässt sich eine Verpaarung zweier Träger sicher vermeiden. Bei Haut- oder Verdauungsbeschwerden führt der Weg dagegen in die Tierarztpraxis, nicht zum Haartest aus dem Versand.


Welche DNA-Tests für Tiere es gibt und wie sie ablaufen, sehen Sie in unserer Übersicht.


Häufige Fragen zum DNA-Test beim Pferd


Kann ein DNA-Test auch die Abstammung meines Pferdes klären?

Ja. Neben Gesundheitstests bieten Labore ein DNA-Profil als Identitätsnachweis und einen Abstammungsnachweis an, Laboklin etwa nach dem internationalen Standard der ISAG (International Society for Animal Genetics). Dabei wird die DNA des Fohlens mit der von Stute und Hengst verglichen.


Lässt sich die Fellfarbe eines Fohlens vorhersagen?

Teilweise. Gentests auf Farbgene wie Cream, Tobiano oder die Fuchsfarbe zeigen, welche Farbanlagen ein Pferd trägt, auch wenn sie äußerlich nicht zu sehen sind. Kennt man die Anlagen beider Elterntiere, lässt sich abschätzen, welche Farben beim Fohlen möglich sind. Laboklin bietet diese Tests für alle Rassen an.


Gibt es Gentests auf Leistung?

Ja, sie sind aber vorsichtig zu lesen. Laboklin führt unter „Performance“ unter anderem einen Größentest, das sogenannte Speed-Gen beim Vollblut und SynchroGait. Dahinter stehen Varianten im Myostatin-Gen (Speed) und im DMRT3-Gen (Gangveranlagung). Solche Tests beschreiben Veranlagungen, keine garantierte Leistung.


Ab welchem Alter kann ein Pferd getestet werden?

In jedem Alter, auch schon als Fohlen. Das Erbgut verändert sich im Laufe des Lebens nicht, ein einmal erstellter Befund bleibt also gültig.


Muss ich für einen weiteren Test eine neue Probe schicken?

Oft nicht. Laboklin lagert die isolierte DNA mindestens fünf Jahre ein und kann sie für später bestellte Tests oder einen Abstammungsnachweis verwenden.

 
 
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